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Bedeutende Persönlichkeiten aus Kroatien

Die kroatische Geschichte ist geprägt von Auseinandersetzungen und politischen Umbrüchen, die immer wieder für Spannungen sorgten. Durch die Lage an der Grenze unterschiedlicher Kulturkreise entstand im >heutigen Kroatien eine facettenreiche Gesellschaft, die auch heute die Identität des Landes ausmacht. So leben neben Kroaten auch viele Serben, Slowenen, Tschechen, Bosniaken, Roma und Menschen weiterer Nationalitäten im heutigen Kroatien.

Die kroatische Gesellschaft, die sich somit als überaus vielfältig erweist, brachte im Laufe der Geschichte zahlreiche bedeutende Persönlichkeiten aus Kroatien hervor. Wichtige Politiker entschieden über das Schicksal der Kroaten, während herausragende Wissenschaftler den Forschungsstandort Kroatien stärkten und zugleich den kroatischen Erfindergeist in die Welt trugen. Überragende Sportler und Künstler sind ebenfalls als bedeutende Persönlichkeiten zu nennen und haben die Identität der kroatischen Nation nachhaltig geprägt.

Marco Polo wuchs zwar in Venedig auf, entstammte aber einer Händlerfamilie aus Dalmatien und gehört somit zu den bekanntesten Persönlichkeiten Kroatiens. Als Seefahrer bereiste er viele Länder, erlebte große Abenteuer und hinterließ umfassende Reiseberichte, die bis heute bekannt und bei vielen Lesern sehr beliebt sind.

   



Wichtige Politiker, die über das Schicksal Kroatiens entschieden

Schon in der Antike brachte das heutige Kroatien bedeutende Persönlichkeiten hervor, die nicht nur die Politik des Landes, sondern mehr oder weniger der gesamten westlichen Welt bestimmten. Der römische Kaiser Diokletian erblickte einst im heutigen Solin in Kroatien das Licht der Welt und regierte das Römische Reich von 284 bis 305. Er reformierte sein Reich und konnte so die Krise des 3. Jahrhunderts erfolgreich überwinden.

Im Laufe der überaus bewegten Geschichte des heutigen Kroatiens gelangten verschiedenste Menschen an die Macht und beeinflussten das Schicksal der Menschen maßgeblich. Hierzu gehörte beispielsweise Josip Broz Tito, der am 7. Mai 1892 als Josip Broz geboren wurde und später im Laufe seiner politischen Karriere das Pseudonym Tito annahm. Nachdem er im Zweiten Weltkrieg als einer der führenden Köpfe der kommunistischen Partisanen gegen die Besatzer aus Italien und Deutschland, die Tschetniks und die Ustascha gekämpft hatte, wurde er 1943 zunächst Ministerpräsident von Jugoslawien. Von 1945 bis 1980 stand Tito als diktatorischer Staatspräsident an der Spitze und machte auch vor Repressionen nicht Halt, um politischen Gegnern Herr zu werden. Josip Broz Tito führte somit ein strenges Regime in Jugoslawien und setzte auf einen starken Kult um seine Person als Held eines nationalen Mythos. Im Alter von 87 Jahren starb Tito schließlich 1980.

Nach dem Tod von Tito begann eine präsidiale Regierungszeit in Jugoslawien. Vertreter der zwei autonomen Provinzen Kosovo und Vojvodina sowie der Teilrepubliken Bosnien und Herzegowina, Mazedonien, Montenegro, Serbien, Slowenien und Kroatien führten gemeinsam als Mitglieder des Präsidiums die Regierungsgeschäfte. In den 1990er-Jahren wuchsen die Unabhängigkeitsbestrebungen, so dass Jugoslawien allmählich zerfiel. Franjo Tudman war zu jener Zeit einer der bedeutendsten Politiker des Landes, gründete die Partei HDZ und wurde 1990 der erste demokratisch gewählte Staatspräsident der jungen Republik Kroatien. In seiner ersten Amtszeit erklärte Kroatien die Unabhängigkeit von Jugoslawien und entwickelte sich so zu einer eigenständigen Nation.

In Kroatien wird Zvonko Busic oftmals als Unabhängigkeitskämpfer dargestellt. Dass er auch vor der Anwendung von Gewalt nicht zurückschrak und für seine politischen Ziele auch Menschenleben bereitwillig geopfert hatte, trat in den kroatischen Medien häufig in den Hintergrund. Busic soll der Kopf einer Gruppe kroatischer Emigranten in den USA gewesen sein, die sich für die Errichtung eines unabhängigen kroatischen Staates einsetzten und sich einer Flugzeugentführung mit Todesfolge schuldig machten. Zvonko Busic saß wegen dieser Tat bis 2008 insgesamt 31 Jahre im Gefängnis. Anschließend wurde er in seine kroatische Heimat abgeschoben, wo er im Rahmen der Parlamentswahl 2011 für die Hrvatska stranka prava dr. Ante Starcevic antrat. Am 1. September 2013 nahm sich Zvonko Busic das Leben.

Neben Busic war auch Nikola Stedul ein Unabhängigkeitskämpfer und kämpfte bereits zu Zeiten von Tito für die Freiheit des kroatischen Volkes. Er gehörte einer Bewegung an, die sich für die Unabhängigkeit Kroatiens von Jugoslawien einsetzte, und war auf diesem Gebiet nicht nur politisch aktiv. Auch literarisch verarbeitete Stedul das Thema und veröffentlichte Romane.

Der kroatische Anwalt und ehemalige Militärstaatsanwalt Mirsad Baksic machte keine klassische politische Karriere, gehört aber dennoch zu den bedeutenden Persönlichkeiten des Landes. Bis zu seinem Tod im Jahre 2012 befasste er sich mit der Vielschichtigkeit der kroatischen Gesellschaft und widmete sich vorrangig der Bedeutung des islamischen Glaubens in Kroatien. Gleichzeitig war Baksic Mitglied der kroatischen Gesellschaft der Viktimologie (www.viktimologija.hr Hrvatsko Zrtvoslovno Drustvo), die sich der Opfer unterschiedlichster Verbrechen, Benachteiligungen und Missstände annimmt.     



Michael McAdams und sein Kampf für das Ansehen Kroatiens in der Welt

Im Laufe der Geschichte mussten die Kroaten oftmals um ihre Freiheit und Unabhängigkeit kämpfen und so zahlreiche Höhen und Tiefen überwinden. Das Ansehen Kroatiens hat im Zuge dessen zum Teil stark gelitten und verschiedenste Mythen verteufelten die Kroaten regelrecht. Ein US-amerikanischer Philatelist und Student namens Michael McAdams wollte dies allerdings nicht glauben und suchte den Kontakt zu in den USA lebenden Kroaten. Rasch verband McAdams eine tiefe Freundschaft mit den Kroaten, die ihn dazu bewog, für das Ansehen Kroatiens in der Welt zu kämpfen. Noch bevor der Staat Jugoslawien fiel und die Republik Kroatien entstand, fühlte sich Michael McAdams dem kroatischen Staat eng verbunden und widmete sich im Rahmen seiner akademischen Laufbahn intensiv der kroatischen Geschichte.

Mit seinen Büchern wollte McAdams aufklären und mit einigen Mythen über die Kroaten aufräumen. Als angesehener Experte leistete Michael McAdams bis zu seinem Tod im Jahre 2010 einen großen Beitrag zum Ansehen Kroatiens in den Vereinigten Staaten von Amerika sowie der ganzen Welt.     



Bedeutende Wissenschaftler aus Kroatien

Für die kroatische Gesellschaft und auch Wirtschaft sind herausragende Wissenschaftler von großer Bedeutung, denn durch ihre Entdeckungen und Erfindungen wird die Welt nachhaltig verändert. Ob es um die Weltanschauung, technische Abläufe oder praktische Erfindungen geht, kluge Köpfe haben im Laufe der Geschichte das alltägliche Leben immer wieder revolutioniert. Auch in Kroatien gab und gibt es einige dieser überragenden Wissenschaftler. Zu nennen ist hier unter anderem Ruder Boskovic, der im 18. Jahrhundert lebte und sich mit der Atomtheorie befasste, sich mit der Astronomie auseinandersetzte und als Erster ein geometrisches Verfahren zur Bestimmung des Äquators beschrieb.

Slavoljub Eduard Penkala ging als einer der produktivsten Erfinder und Ingenieure Kroatiens in die Geschichte ein. Während seines Lebens von 1871 bis 1922 meldete er sage und schreibe 80 Patente an, die sich zumeist mit der Optimierung bereits existierender Produkte und Geräte beschäftigten. Rotierende Zahnbürsten, Wärmflaschen und Kugelschreiber waren Gegenstände seines unermesslichen Erfindergeistes.

Bereits einige Jahre vor Penkala erblickte Nikola Tesla in Smiljan im heutigen Kroatien das Licht der Welt. Während seiner Studien in Graz, Budapest und Prag entwickelte er sich zu einem herausragenden Physiker. Anschließend arbeitete Tesla zunächst in Paris und später in New York für Thomas Edison, wechselte später dann zu Westinghouse, wo er Wechselstrommotoren erfand. Das damals innovative Konzept hat auch heute noch Bestand und kommt vor allem in der Medizintechnik sowie in der Lichttechnik zum Einsatz.       



Künstler und Sportler aus Kroatien

Künstler und Sportler haben einen großen Einfluss auf die Kultur eines Landes. Während die Politiker die Geschicke eines Landes leiten, prägen die schönen Künste die Kultur und Gesellschaft. Marco Polo war eine der bedeutendsten Persönlichkeiten für die kroatische Kultur, denn mit seinen Berichten von seinen Reisen nach Asien begeisterte er zahllose Leser und regte zudem den Handel an. Ein Schriftsteller im eigentlichen Sinne war Marco Polo nicht, da er lediglich von seinen Reisen berichtete. Anders verhielt sich dies bei Ivo Andric. Der jugoslawische Schriftsteller lebte von 1892 bis 1975 und verfasste Gedichte, Erzählungen sowie Romane. Internationale Bekanntheit erlangte Andric durch seine Bosnische Trilogie. 1961 wurde er mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet und auf diese Art und Weise für seine sprachgewaltigen Werke über seine Heimat geehrt.

Neben der Literatur spielt auch die Musik eine entscheidende Rolle für die Kultur eines Landes. Kroatien verfügt über eine Vielzahl exzellenter Musiker. Der Pianist Ivo Pogorelic gehört zu ihnen und ist für seinen eigenwilligen Stil bekannt, der sich zuweilen vom Werk löst und Raum für freie Interpretationen schafft, die für den Zuhörer zu einem wahren Erlebnis werden. Mehr über Musik in Kroatien können Sie im Abschnitt über Kroatien Gesellschaft lesen.

Mit sportlichen Höchstleistungen schrieben einige Kroaten ebenfalls Geschichte und sind so längst bekannte Persönlichkeiten in ihrer Heimat. Nicht nur Fußballer, wie zum Beispiel Niko Kovac, Darijo Srna und Davor Suker, sondern auch einige Basketballspieler sind hier unter anderem zu nennen. Drazen Petrovic und Toni Kukoc konnten sich sogar als zwei der wenigen Europäer in der NBA behaupten. Aushängeschild des kroatischen Tennissports war Goran Ivanisevic in den 1990er-Jahren. Im September 2014 gewann Kroate Marijan Cilic die US Open und hat sich dadurch in Kroatischen Sport unsterblich gemacht.



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