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Wirtschaft in Kroatien – Infrastruktur, Industrie, Energie und Tourismus

Unter der Herrschaft der Habsburger im Rahmen der sogenannten Donaumonarchie, die vom Mittelalter bis zum Jahr 1918 andauerte. War das heutige Kroatien ein Agrarland mit bäuerlichen Strukturen. Ebenso wechselhaft wie die historische Entwicklung des Landes zeigte sich auch die Wirtschaft Kroatiens in den vergangenen Jahren. Heutzutage erfolgt eine verhältnismäßig geringe landwirtschaftliche Nutzung des Landes und nur knapp 3 Prozent der Kroaten sind im Agrarsektor tätig, die den wirtschaftlichen Wandel belegt. Kroatien ist somit längst kein überwiegend bäuerliches Land mehr, sondern ist vielen Menschen vor allem als reizvolles Reiseziel bekannt. Insbesondere die Adriaküste mit all ihren Reizen sowie interessante Orte wie Split, Dubrovnik und Zadar tragen maßgeblich zum boomenden Tourismus in Kroatien bei.

Die kroatische Wirtschaft basiert nicht nur auf dem Tourismus und der Landwirtschaft, sondern verfügt darüber hinaus über eine gut entwickelte Industrie. Weiterhin ist der Energie-Sektor aufgrund der hohen Rohstoff-Vorkommen recht ausgeprägt. Die nationale Ökonomie in Kroatien erweist sich heutzutage als sehr vielschichtig. Die globale Krise geht allerdings auch an Kroatien nicht spurlos vorbei und hat die Wirtschaftsleistung teilweise deutlich beeinträchtigt.



Die florierende Infrastruktur in Kroatien

Durch die Jugoslawienkriege in den 1990er-Jahren hat unter anderem die Infrastruktur Kroatiens dramatisch gelitten. In den vergangenen Jahren konnte sich dieser Bereich rasant entwickeln. Das kroatische Autobahnnetz beispielsweise gilt als noch recht jung und konnte dank umfangreicher Investitionen rasch ausgebaut werden. Die Flughäfen in Zagreb, Split, Dubrovnik, Zadar, Rijeka, Pula und Brac sind die Zentren des kroatischen Luftverkehrs und für den Tourismus sowie die restliche Wirtschaft gleichermaßen von großer Wichtigkeit.

Abgesehen vom Verkehr hat auch die Telekommunikation einen großen Anteil an der Infrastruktur Kroatiens. In der heutigen vernetzten Welt und in Zeiten des Internets ist für viele Menschen ein Leben ohne die digitalen Medien absolut undenkbar. Von Festnetz über Mobilfunk bis hin zu schnellen Breitband-Internetzugängen reicht der kroatische Telekommunikationssektor. Auch im TV-Bereich steht Kroatien anderen Ländern in nichts nach.



Die kroatische Industrie

In der kroatischen Industrie dominieren Unternehmen aus dem Schiffbau, der Eisen- und Stahlindustrie sowie der chemischen Industrie. Ebenfalls stark vertreten sind hier Hersteller von Metallwaren, Zement, Maschinen und Beton. Erdölraffinerien spielen für die Wirtschaft des Landes ebenfalls eine bedeutende Rolle, da vor allem in der Adria entsprechende Vorkommen lokalisiert werden konnten.

Die einst vorherrschende Bergbauindustrie Kroatiens hat ihre Blütezeit augenscheinlich hinter sich und verzeichnet seit einigen Jahren rückläufige Zahlen. Vor den Jugoslawienkriegen verhielt sich dies dahingegen noch vollkommen anders und die entsprechenden Betriebe gehörten zu den größten Arbeitgebern des Landes. Eisenerz, Erdgas, Erdöl, Braunkohle, Porzellanerde und Steinkohle wurden vor den 1990er-Jahren intensiv gefördert und sind auch heute noch wichtige Werte Kroatiens, obwohl die Bergbauindustrie an Bedeutung verloren hat. Mittlerweile prägen vor allem Gas- und Mineralöl-Konzerne das industrielle Leben in Kroatien.



Energie – Ein großes Thema in Kroatien

Strom, Gas und Öl sind wichtige Rohstoffe und der Schlüssel zu einer zuverlässigen Energieversorgung, die wiederum die Grundlage für das alltägliche Leben darstellt. In Zeiten knapper werdender Ressourcen rückt dieser Sektor stärker in den Fokus und Rohstoff-Vorkommen stellen wahre Schätze dar. Die Republik Kroatien setzt aber längst nicht mehr ausschließlich auf Erdgas, Erdöl und Kohle, sondern hat die Chancen der erneuerbaren Energien erkannt. Subventionen sollen diesen Bereich stärken und dazu beitragen, dass zumindest eine teilweise Umstellung im Energiesektor erfolgen kann. Neben Erdöl und Kohle kommt so vor allem Wasserkraft als Energiequelle zum Einsatz. Entsprechende Wasserkraftwerke befinden sich in den Küstenregionen. Der Peruca-See beherbergt das größte Wasserkraftwerk des Landes.

Wasserkraft, fossile Brennstoffe, Windenergie und Kernenergie bilden den Mix des kroatischen Energiesektors und versorgen das Land mit Wärmeenergie und Elektrizität. Durch die Lage an der Adria und einer beträchtlichen Küstenlänge von Nord nach Süd kann Kroatien nicht nur auf Öl- und Gasvorkommen in der Adria zugreifen, sondern ist zudem für den Einsatz erneuerbarer Energien prädestiniert.



Tourismus - Einer der wichtigsten Wirtschaftsfaktoren in Kroatien

Der Tourismus stellt einen der wichtigsten Bereiche der kroatischen Wirtschaft dar und lockt jedes Jahr zahllose Urlauber an die Adria. In Ferienhäusern, Pensionen, Ferienwohnungen und Hotels erleben die Besucher die Kroaten als herzliche Gastgeber und verbringen entspannte Ferientage in wahrer Traumkulisse. Sehenswerte Städte mit interessanter Geschichte, malerische Küstenregionen, idyllische Inseln und faszinierende Naturräume schaffen ein einzigartiges Ambiente, das Kroatien in den vergangenen Jahren zu einem der populärsten Reiseziele der Welt gemacht hat.

Vor allem in den Regionen Kvarner Bucht, Istrien und Dalmatien hat der Tourismus für die regionale Wirtschaft einen enormen Stellenwert. Der Fremdenverkehr konzentriert sich folglich im Wesentlichen auf die kroatische Adriaküste, wobei sich die Nationalparks im Landesinneren bei Naturliebhabern und Aktivurlaubern großer Beliebtheit erfreuen. Zu nennen ist in diesem Zusammenhang vor allem der Nationalpark Plitvicer Seen. Städtereisen sind ebenfalls weit verbreitet und bringen Touristen das urbane Kroatien beispielsweise in Split, Zagreb und Dubrovnik näher. Der kroatische Tourismus liefert immer wieder neue Rekordzahlen und ist somit von unschätzbarem Wert für die Republik Kroatien, deren Wirtschaft sich demzufolge auf mehrere Säulen stützt.



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