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Kroatien im Südosten Europas

Den meisten Kroaten dürfte der von 1991 bis 1995 dauernde Kroatienkrieg mit all seinen Schrecken noch allzu bewusst sein, schließlich hat er die jüngere Vergangenheit des Landes maßgeblich geprägt. Gleichzeitig hat er den Weg in die Unabhängigkeit geebnet und so zu einer eigenständigen kroatischen Nation beigetragen. Das Abkommen von Erdut vom 12. November 1995 bereitete den kriegerischen Auseinandersetzungen endlich ein Ende und machte die Wiederherstellung des Friedens möglich.  

Kroatien in der NATO

Kroatien war anschließend nicht nur um den Aufbau einer unabhängigen Republik bemüht, sondern auch um gute internationale Beziehungen. Bereits in den 1990er-Jahren gab es Bestrebungen, der NATO beizutreten. Nachdem verschiedene Hindernisse aus der Welt geschaffen wurden, stand diesem Vorhaben nichts mehr im Wege. Seit dem 1. April des Jahres 2009 ist Kroatien somit offizielles Mitglied der NATO, einem der bedeutendsten militärischen Bündnisse der Welt. Schon im Vorfeld waren die Kroaten an internationalen Auslandseinsätzen beteiligt und ab November 2003 Teil der Internationalen Sicherheitsunterstützungstruppe in Afghanistan.

Kroatien Nato

Kroatische Truppen sind heute nicht nur für die NATO weltweit im Einsatz, sondern unterstützen auch regelmäßig internationale Maßnahmen der Vereinten Nationen. Hierbei geht es um den Erhalt sowie die Sicherung des Friedens beispielsweise in Indien, Pakistan, Sierra Leone und der Westsahara.   

Kroatien als junges Mitglied der Europäischen Union

Abgesehen von einer NATO-Mitgliedschaft war für die Republik Kroatien die Mitgliedschaft in der Europäischen Union ebenfalls ein zentrales Ziel. Mit dem Stabilisierungs- und Assoziierungsabkommen von 2001 wurde zunächst eine gemeinsame Basis zwischen der Republik Kroatien und der Europäischen Union geschaffen. Der Zugang zum europäischen Binnenmarkt und Sozialreformen waren Gegenstand dieses Abkommens. Weiterhin wurde hierin der Übergang vom Sozialismus zur sozialen Marktwirtschaft geregelt. Darüber hinaus sollten nachhaltige Investitionsanreize geschaffen werden.

Kroatien EU

Am 18. Juni 2004 erhielt Kroatien offiziell den Status als EU-Beitrittskandidat. Die diesbezüglichen Verhandlungen ließen dann allerdings noch auf sich warten und wurden erst nach einem entsprechenden Beschluss des Außenministers der Europäischen Union im Oktober 2005 möglich. Ausschlaggebend für die Verzögerung der Beitrittsverhandlungen war vor allem die mangelnde Kooperationsbereitschaft Kroatiens mit dem Haager Kriegsverbrechertribunal. Weitere Hürden, die es auf dem Weg in die Europäische Union zu meistern galt, waren die Korruption sowie die kroatische Justiz- und Sozialpolitik, die noch Reformen erforderten. Nachdem die Kroaten intensiv hieran gearbeitet und sich um die Erfüllung dieser Grundvoraussetzungen für eine EU-Vollmitgliedschaft bemüht hatten, wurde Ende 2008 eine Aufnahme der Beitrittsverhandlungen im Jahr 2009 anvisiert.

Aufgrund zwischenzeitlicher Verzögerungen und Unterbrechungen konnten die Beitrittsverhandlungen erst im Juni 2011 erfolgreich abgeschlossen werden. Im Dezember 2011 gab auch das Europäische Parlament grünes Licht. Im Rahmen eines EU-Gipfels in Brüssel am 9. Dezember 2011 schlossen die Staats- und Regierungschefs der EU-Mitgliedsstaaten gemeinsam mit Kroatien einen entsprechenden EU-Beitrittsvertrag. Kroatien trat der Europäischen Union am 1. Juli 2013 als 28. Mitglied bei.  

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