Nationalparks
14. April 2017 | Gelesen: 2435 mal

Günstige und ruhige alternative zu Festland

Eigentlich waren wir auf der Halbinsel Peljesac quartiert. Dort genossen wir hervorragende Weine, Austern und Muscheln aus Ston, von denen behauptet wird, sie seien die besten der Welt. Anschließend entschlossen wir uns zu einem Ausflug inklusive Übernachtung auf der Insel Mljet.

. Nationalpark Mljet und Inselchen Hl. Maria Mutter Gottes Nationalpark Mljet und Inselchen Hl. Maria Mutter Gottes

Mit Auto und Fähre

Mit dem Auto fuhren wir nach Prapratno, wo uns ein herrlicher Sandstrand erwartete. Dort fuhren wir auf die Fähre, die etwa 45 Minuten benötigte, um im Ort Sobra auf der Insel Mljet einzutreffen.

Fähre Hafen in Prapratno Peljesac in Richtung Mljet Fähre Ausfahrtstelle in Prapratno, Peljesac in Richtung Mljet

Der erste Tag stand im Zeichen der Erkundung der Insel. Insbesondere die fabelhaften Buchten zogen uns in ihren Bann. Am zweiten Tag besuchten wir den Nationalpark Mljet, eine der schönsten kroatischen Landschaften. Auf jedem Fall in süden Dalmatiens absolute Highlight. Uns gefiel es auf der Insel so gut, dass wir die komplette Urlaubsplanung über Bord warfen und uns für einen fast einwöchigen Aufenthalt auf der Insel Mljet entschieden.

Einen Besuch der malerischen Bucht Pozurska Luka ließen wir uns nicht entgehen. Wir genossen eine Tasse Kaffee und waren gleichzeitig vom traumhaften Blick auf das kleine Fischerdorf begeistert. Auch ein oder zwei Bier durften an diesem Tag nicht fehlen.

Bucht Pozurska Luka Insel Mljet Traumhafte Ausblick über Bucht Pozurska Luka

Nachdem wir eine weitere Bucht durchfuhren, entschieden wir uns für die Suche nach einer Unterkunft auf der anderen Seite der Insel, und zwar unmittelbar im Nationalpark Mljet, im Ort Polace. Der kleine Ort ist typisch dalmatisch und überaus lebhaft. Hier entdeckten wir die seltene Kombination reicher Jachtbesitzer und Jachtcharterer mit jungen Rucksacktouristen. Trotz der unterschiedlichen Menschen, die hier aufeinandertrafen, funktionierte alles prima. Hinsichtlich der Preise gibt es keinen nennenswerten Unterschied zum Rest von Kroatien. Lediglich der Kaffee (Macchiato) kostet auf der Insel nicht wie üblich 10, sondern 15 Kuna. Der herrliche Ausblick entschädigt hierfür.

Nationalpark Besuch

Am zweiten Tag besuchten wir – wie bereits erwähnt – den Nationalpark Mljet. Der kleine Ort Polace, in welchem wir untergebracht waren, lag inmitten des Nationalparks. Das Herzstück bilden jedoch die kleinen und großen Salzwasserseen. Auch die Insel Hl. Maria, auf der sich das aus dem 13. Jahrhundert stammende, gleichnamige Kloster befindet, ist ein Touristenmagnet. In einem anderen Blog beschäftigen wir uns detailliert mit dem Besuch des Nationalparks Mljet. Es gibt einfach so viel zu sehen und zu beschreiben, dass wir dies nicht alles in diesen einen Blog packen wollen. In meinem Reiseführer für Insel und Nationalpark Mljet habe ich viele Informationen gesammlt. Man sollte es gelesen haben.

Besuch in Nationalpark Mljet Schutzbefestigung - Burg im Nationalpark aus dem 13. Jahrhundert

Unser Abendessen nahmen wir an einem Ort ein, den wir als absoluten Insidertipp anpreisen möchten. Es handelt sich um den abgeschiedenen Ort Kozaric, welcher gegenüber der Halbinsel Peljesac liegt. In Kozaric befindet sich ein Haus, in welchem nicht nur eine Ferienwohnung untergebracht ist, sondern auch ein Restaurant, in dem Touristen mit der einheimischen Küche verwöhnt werden. Einige sehen das Restaurant möglicherweise nicht als Knüller an, allerdings gibt es hier etwas sehr Besonderes: Sämtliche Zutaten stammen aus dem eigenen Garten und der servierte Fisch wird täglich frisch gefangen. Daher gibt es in dem Restaurant keine Speisekarte. Wer frischen Fisch aus dem Meer und nicht aus einer Zucht genießen möchte, ist hier genau richtig. Auch die Rot- und Weißweine stammen aus eigener Produktion. Über ein Etikett verfügen sie nicht, aber ihr Geschmack wird jeden überzeugen. An zwei Tagen haben wir in diesem Restaurant gegessen. Wir probierten sämtliche Köstlichkeiten, die die Küche hergab.

Saplunara Sandstrand in Kroatien - unsere Geheimtipp

Den dritten Urlaubstag verbrachten wir am Sandstrand Saplunara, welcher sich auf der anderen Inselseite befindet. Er liegt im Landschaftsschutzgebiet Saplunara. Es handelt sich um insgesamt drei Sandstrände, welche zum Schutzgebiet erklärt wurden. Wir hatten am Strand jede Menge Spaß und der Sand breitete sich auf den Handtüchern, unseren Beinen und den Badehosen aus. Wir genossen die kulinarischen Köstlichkeiten, welche in der Beach-Bar gereicht wurden, die jedoch keine typische Beach-Bar war. Genau genommen hätte es sich auch um ein In-Restaurant mitten in Köln handeln können, so modern war es hier. Auf der Karte stand neben dem frisch gefangenen Thunfisch auch Salat, welcher aus einheimischen Käsesorten hergestellt wurde, Prsut (luftgetrockneter Schinken), Olivenöl und Rotwein aus eigener Herstellung. Einfach ein Genuss, an den ich immer wieder gern zurückdenke.

Sandstrand Saplunara auf Insel Mljet in Kroatien Sandstrand Saplunara auf Insel Mljet - unsere Geheimtipp

Ehe wir am nächsten Tag verschiedene kleine Ortschaften besuchen wollten, spielten wir unser tägliches Kaffee-Ritual ab. Während der Ort langsam erwachte, saßen wir auf unserer schwimmenden Terrasse, auf der es sich anfühlte als wären wir auf einer Jacht. Der Kaffee schmeckte hierdurch gleich noch besser. Anschließend suchten wir den heimischen Bäcker auf. Auf dem Weg dorthin kamen wir mit Einheimischen ins Gespräch, sodass der Mittag schneller da war als erwartet. Da wir schläfrig wurden, entschieden wir uns für einen Mittagsschlaf.

Sonnenuntergang in Nationalpark Abenessen bei dem ausblick? - Sonnenuntergang im NP Mljet

Viel ist noch offen!

Wir haben zwar sehr viel gesehen, jedoch es gibt mindestens noch ein paar Top Sehenswürdigkeiten die wir einfach aus zeitlichen Gründen nicht gesehen haben. Ich möchte welche erwähnen: Odysseus Höhle, Strand Sutomiholjska (Sutomiholjska Plaža), Wandern durch verschiedene Wege und traumhafte Panorama erleben, natürlich spitzen Fotos vom Hügeln machen. Auf jeden Fall, noch mal kommen ist bereits angekündigt :-)

Foto nachweis: Odisejeva.jpg Jaganjac CC BY-SA 3.0

Zurück zum Urlaubsquartier auf Pelješac

Erst am späten Nachmittag erwachten wir, sodass aus unserer Idee des Tages, viele kleine Ortschaften zu besuchen, nichts mehr wurde. Deshalb gingen wir zum Strand und genossen die Sonne und das Meer, dessen Wassertemperatur bei angenehmen 26 Grad lag. Ich las ein Buch.

Da wir keinen kompletten Tag mehr zur Verfügung hatten, konnten wir weder noch einmal den Nationalpark noch die kleinen Ortschaften Pomen und Babine Kuće besuchen. Ehe wir uns versahen, war es 18:00 Uhr. Da die letzte Fähre zur Halbinsel Pelješac um 19:00 Uhr fuhr, mussten wir uns ein wenig beeilen. Uns blieb daher nichts anderes übrig als sämtliche Souvenirs und gefühlte tausend Fotos zusammenzupacken und die Insel Mljet zu verlassen.